Donka Angatscheva
Die österreichische Konzertpianistin mit bulgarischen Wurzeln erhielt ihr Masterdiplom an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei dem legendären Professor Heinz Medjimorec. Anschließend setzte sie ihre Studien am renommierten Queen Elisabeth College of Music in Brüssel beim berühmten Artemis Quartett fort.

Als Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe, deren außergewöhnliche Technik bereits von frühester Kindheit an durch die disziplinierte „Lisztschule“ ihrer bulgarischen Klavierpädagogin geprägt wurde, stand sie bereits im Alter von fünf Jahren auf der Bühne. Mit nur zehn Jahren gab sie ihr erstes Konzert als Solistin mit der Plovdiv Philharmonie.
Als erfahrene Chopin- und Liszt-Interpretin zeigt Donka Angatscheva ihr Können und ihre tiefe Verehrung für diese Komponisten sowohl als mitreißende Solistin, als feinfühlige Kammermusikerin, wie auch in Zusammenarbeit mit Symphonieorchestern. Sie konzertierte unter anderem mit Mitgliedern der Wiener Philharmoniker, dem Bayreuther Kammerorchester, den Quito-Symphonikern, den Vogtland-Symphonikern, den Tiroler Symphonic Winds, der Plovdiv Philharmonie und vielen weiteren Orchestern. Diese internationale Zusammenarbeit brachte ihr Anerkennung und ließ ihr künstlerisches Ausdrucksvermögen stetig reifen.

Sie trat auf den großen Bühnen der Welt auf: im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins, im Wiener Konzerthaus, im Lisztzentrum Raiding, in der Tonhalle Zürich, in den Konzerthäusern von Olten, Madrid, Málaga, Brüssel (Flagey), Sofia (Bulgaria Hall), Thessaloniki, Menton, Montpellier und Quito. Mit ihrem Klaviertrio Trio D’Ante begeisterte sie Publikum und Kritik gleichermaßen.
Im Jahr 2019 wurde Donka Angatscheva in den exklusiven Kreis der Bösendorfer Artistsaufgenommen, in prominenter Gesellschaft von Sir András Schiff, Christoph Eschenbach, Rudolf Buchbinder und anderen. Im selben Jahr erhielt sie den Förderpreis der art-st-urban classics(Schweiz) und konzertierte gemeinsam mit Mitgliedern der Wiener Philharmoniker im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins, wofür sie mit dem Golden Spring Award ausgezeichnet wurde.
Ihre Diskografie umfasst mittlerweile neun CDs bei Labels wie Naxos, Ars Produktion, Gramola und Hitsquad Records und zeigt die beeindruckende stilistische Bandbreite und Vielseitigkeit ihres Repertoires.

Donka Angatscheva wird regelmäßig als Jurorin zu internationalen Wettbewerben eingeladen. Neben ihrer internationalen Konzerttätigkeit blickt sie auf eine reiche pädagogische Laufbahn als Dozentin am Vienna Conservatory zurück, wo sie über acht Jahre hinweg zahlreiche Studierende auf ihrem künstlerischen Weg begleitete. Sie leitete Meisterkurse an der Franz-Liszt-Universität für Musik in Quito, am Conservatorio Superior in Málaga, an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, bei Art St. Urban Classics (Schweiz) sowie beim Malta International Music Festival.
Im Jahr 2023 wurde Donka Angatscheva vom österreichischen Magazin „Look“ als Frau des Jahresausgezeichnet. Sie ist Gründerin der Künstlerinitiative „Die Kunst in Österreich lebt weiter“, die sich der Förderung und Sichtbarkeit österreichischer Kunstschaffender widmet.
Der bulgarische Kulturjournalist und Produzent Georgi Toshev widmete ihrem künstlerischen Wirken den Kinodokumentarfilm „Appassionata“, der 2024 beim renommierten Sofia International Film Festival seine Premiere feierte.

Ab Oktober 2025 kuratiert sie am Stadttheater Wiener Neustadt den renommierten Konzertzyklus „Bösendorfer Klavierwelten“. Seit November 2025 wurde sie zur Präsidentin der Internationalen Chopin Gesellschaft in Wien gewählt.
Am 30. September 2025 wurde ihr außergewöhnliches künstlerisches Engagement und ihr unermüdlicher Einsatz für die Kultur von der Republik Österreich mit einer der höchsten Auszeichnungen – dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich – gewürdigt.
Sie ist verheiratet und Mutter von zwei Töchtern.
